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[et_pb_column type=“4_4″][et_pb_text admin_label=“Text“]In den 70er Jahren, während der ersten Fitness-Welle, erlebte ich noch als Zaungast wie mein Vater seine ersten Jogging-Runden drehte. Für mich dauerte es nochmal weitere 15 Jahre bis ich verstand, was wirklich dahintersteckt. Grund für meinen Start in die Lauferei, kurz bevor ich 30 wurde, war, dass mir die langen Bürotage den Kopf zumüllten.
Ausdauernd war ich schon immer – könnte man sagen, wenn man stundenlange Disco-Abende auch zum Ausdauersport rechnet. Während des Studiums in München und der ersten Berufsjahre kam Squash dazu, eine der wenigen Sportarten, bei denen man auch nach 20 Uhr noch den Kopf frei bekommen konnte.
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Auszug aus „Running forever„, Arete-Verlag, April 2021
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Zum Glück habe ich den Zeitungsartikel aufgehoben, in dem auf einem Schwarz-Weiß-Foto meine Beine ohne Laufschuhe nach einem Volkslauf in Ismaning zu sehen sind. Ich hätte sonst keine Erinnerung daran, wann mein erster Volkslauf war. Wer wissen will, wann das war, schaut mal nach wieviele Jahre es schon die Ismaninger Laufserie gibt. Ich war beim ersten dabei, damals noch ein Sommerlauf!
Während ich immer weiter meine Runden durch den Schlosspark drehte, las ich an einem Dienstag auf Plakaten in der Stadt, dass es am kommenden Sonntag einen Halbmarathon gibt. Die Anmeldung war schnell gemacht, und schon konnte das Training starten – ganz gezielt mit einem Drei-Rundenlauf im Nymphenburger Schlosspark am Donnerstag davor. Bis dahin war ich noch nie mehr als zwei Runden gelaufen, eine Runde sind etwa 6 Kilometer. Dass ich überhaupt ins Ziel in der Sendlinger Straße kam, war reiner Dusel.
Beim nächsten München-Marathon 3 Monate später stellte ich mich an die Strecke und ließ mich von Läufern des MRRC zur Mitgliedschaft überreden. Die Würfel kamen ins Rollen!
Auszug aus „Running forever„, Arete-Verlag, April 2021
Warum es mich plötzlich an die frische Luft zog, weiß ich gar nicht mehr.
Jedenfalls hatte ich eines Abends meine alten Basketballschuhe an und versuchte, eine Runde im Olympiapark in München zu drehen.Damals wie heute schaut zum Glück keiner richtig zu, solange man sich noch aufrecht vorwärts bewegt…
Mit Laufen hatten diese Bewegungsversuche allerdings noch nichts zu tun. Es war eher ein Außer-Puste-Kommen ohne Lauf-Anmutung, dafür mit reichlich brennender Lunge. Mit Muskelkater und harten Waden ging es noch wochenlang so weiter.
Die ersten richtigen Laufschuhe wurden dann in den Nymphenburger Schlosspark zum Spazier-Joggen ausgeführt, wo entlang der Schlossmauer die Bäume und Sträucher meine Quälerei gnädig beschatteten.
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Auszug aus „Running forever„, Arete-Verlag, April 2021